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Bezness - das Geschäft mit den Gefühlen
Dienstag, 13 November 2007 | Autor: Evelyne Kern

 Wie jedes Jahr waren auch 2007 wieder Tausende von alleinreisenden Frauen in Nordafrika und der Türkei und haben sich in ihrem Urlaub in einen Einheimischen verliebt. Gerade diese Länder, die mit ihren wunderbaren Stränden und ihrem orientalischen Flair, das einen Hauch von "Tausendundeinenacht" verspricht, locken, bergen Gefahren, über die man sich keine Vorstellung macht.

Denn wenn man so in Urlaubslaune ist, ist man auch einem Flirt mit einem charmanten Einheimischen nicht abgeneigt. Doch diese Flirts können alles andere als harmlos sein - sie können im schlimmsten Fall sogar die gesamte finanzielle Existenz der Urlauberin bedrohen oder zu Schlimmerem führen. Das ganze romantische Getue, all diese Versprechen und Liebesschwüre der einheimischen Gigolos sind meist gnadenlose Berechnung. Die Schauspielkunst dieser Charmeure kennt keine Grenzen oder Tabus.

Zahllose Touristinnen werden von der Urlaubsliebe nicht nur in den finanziellen Ruin getrieben. Oft entsteht nach dem Urlaub eine Beziehung zu dem Mann, der spätestens nach der Eheschließung und dem Erwerb der Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis im "gelobten Land" sein wahres Gesicht zeigt. Besonders skrupellose Orientalen spielen gar solange den perfekten Ehemann, bis sie all die Ziele, (Auto, Haus in der Heimat, deutscher Pass) die man erreichen kann, unter Dach und Fach haben. Danach verändert sich der geliebte und ach so sanfte Mann, die Ehe wird zur Hölle. Die unbequeme Ehefrau, von der nun nichts mehr zu holen ist, wird immer schlechter behandelt, wird gequält, betrogen, geschlagen, bis sie es nicht mehr aushält und die Beziehung löst. Der "gute" Mann kann nun behaupten, er habe immer nur das getan, was seine Frau wollte und eine Trennung wäre für ihn niemals in Frage gekommen.

Allein aus Deutschland werden der Deutschen Botschaft in Tunis jährlich rund 1.800 Betrugsfälle gemeldet. Ähnlich ist es in Ägypten und in der Türkei. Die Dunkelziffer liegt jedoch wesentlich höher, weil viele Frauen aus Scham und Unkenntnis keine Anzeige erstatten.


Die Fakten: BEZNESS - das Geschäft mit den Gefühlen

Bezness, so nennen junge Nordafrikaner und Türken ihre Einnahmequelle - und seit Jahren funktioniert es. Jährlich fließen Millionen Devisen in nordafrikanische und türkische Taschen - und die dortigen Regierungen unterstützten die Männer, indem sie für ihre Taten niemals bestraft werden. Hunderte Frauen verlieren auf diese Weise ihr Hab und Gut, und das nur, weil sie sich verliebt haben. Dazu kommen Vorurteile aus dem deutschen Familien- und Freundeskreis, der der Meinung ist, die ganze Misere sei der Dummheit des Opfers zuzuschreiben. "Liebe mache eben blind", und das ist die traurige Wahrheit und nicht nur ein dummer Spruch.

Doch in den meisten Fällen waren die Frauen sehr vorsichtig. Sie haben sich vor der Eheschließung über das Land und seine Gesetze informiert, haben Belege und entsprechende Eheverträge aufbewahrt. Klagen vor der dortigen Justiz sind dennoch nahezu sinnlos. Keine deutsche Frau hat jemals Gerechtigkeit erfahren, selbst dann nicht, wenn sie alle finanziellen Transaktionen belegen kann. Ausgenommen, geprügelt, völlig mittellos und traumatisiert kehren sie nach Deutschland zurück.

Die Deutschen Botschaften in nordafrikanischen Staaten und der Türkei wissen um diese Machenschaften. Die "Abzocke im Urlaub" nimmt von Jahr zu Jahr zu. Tausende von Frauen bitten in den Vertretungen ihres Landes um Hilfe. Sie alle haben sich im Urlaub in einen Einheimischen verliebt, ihm alles gegeben und am Ende nicht nur ihre große Liebe verloren. In der Regel handelt es sich um Hunderttausende, die dort buchstäblich in den Sand gesetzt werden. Viele Frauen werden zudem misshandelt, eingesperrt und psychisch gebrochen. Der Kampf um ihre Kinder ist eine seelische Grausamkeit ohne Gleichen, da die Kinder nach dem islamischen Gesetzt zum Mann gehören. In einigen Fällen enden diese Beziehungen mit Kindesentführungen oder gar mit Mord.

Mehr Informationen zu diesem Thema findet sich unter www.1001Geschichte.de.

Die von der Journalistin Evelyne Kern 2003 gegründete Website kann bereits auf weit mehr als 1 Million Besucher verweisen, wird monatlich rund 300.000 mal gelesen und hat bisher mehr als 4000 registrierte User. Hier veröffentlichen betroffene Frauen Ihre Geschichten (bisher mehr als 150 wahre Geschichten in wöchentlichem Rhythmus) und diskutieren im Forum (weit über 250.000 Beiträge) mit Gleichgesinnten und Interessierten.

Viele Betroffene haben sich bei CiB e.V.-   Community of interests against Bezness (ebenfalls auf 1001Geschichte.de) zusammengeschlossen und den Kampf gegen Bezness aufgenommen. Seither konnte zahlreichen Frauen erfolgreich geholfen werden. Sei es durch intensive Gespräche, Hilfe bei Behörden und Ämtern, Rückholung entführter Kinder und finanzieller Unterstützung in Notlagen.

Details hier:

http://www.1001geschichte.de/cib.asp
beachten Sie bitte die Powerpoint-Präsentation unten auf dieser Seite. Sie finden dort alle Fakten.

                  

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